Die Rudelchroniken

Das Consilium destributio regiones

Abenteuer auf Burg Tannfels

Abenteuer auf Burg Tannfels

Eine traumatisierte Adelige im Gepäck, die noch zuhause abgeliefert werden musste der noch Geleitschutz bis nach Hause gewährt werden sollte, machte sich die frischgebackene Heldengruppe auf den Weg zur Sommerresidenz des Barons Ulrich von Hornhagen, dem Vater Ilorens, zu dem Amariel und Irion zufälligerweise auch in eigener Sache unterwegs waren. Grund war das “Consilium destributio Regiones”, eine Versammlung mächtiger Herren, die über den Besitz der umliegenden Regionen verhandelten. Irion war dort als abgesandter der Akademie zu Donnerbach und Amariel als Vertreterin der dort lebenden Elfensippen.

Das Gut war etwa eine Woche auf Schusters Rappen von der Schenke entfernt und lag oberhalb des kleineren Dorfes Tannfels, von welchem aus ein serpentinenartiger Pfad hoch auf die Burg führte. Diese war wahrlich das eindrucksvollste, was die Meisten der Helden an Gebäuden je zu Gesicht bekommen hatten: Eine Mauer umschloss das ganze Grundstück, welches die Burg, die Nebengebäude und die Gartenanlage drumherum einschloss.

Die Helden wurden von einem Untergebenen empfangen und jedem wurde ein Zimmer gezeigt, in dem er sich aufhalten und schlafen konnte. Abends sollte es ein Dankesessen für die Rettung der Baronstochter geben (welche sich nach ihrer Ankunft, schnell in ihre Gemächer verzog) und bis dahin konnten sich die Helden etwas auf dem Gelände umsehen. Ehrfürchtig sahen sie sich im Empfangsaal um. Ein riesiger mit Steinplatten gepflasterter Raum den Rechts und Links auf halber Höhe eine Galerie umfasste, die man über die große Haupttreppe in der Mitte erreichen konnte. Sowohl auf Höhe der Galerie wie auch darunter, hingen Gemälde, die ehmalige oder amtierende Politiker oder historische Figuren aus der Famielie der Hornhagens, wie die Gründerin der Graumark, zeigten. Neben dem Empfangssaal gab es noch viele kleine Räume und Gänge, einen Wintergarten, den großen Thronsaal, die Gemächer der hohen Herrschaften sowie Arbeitsräume, eine Bibliothek, Bäder, eine große Küche, Gesindekammern und vieles mehr. Vor allem im Wintergarten, wo stets Rauchkraut und Wasserpfeife, so wie Korbstühle bereit standen um es sich gemütlich zu machen.

Nachdem jeder sein Zimmer gesehen und die Umgebung seinem Charakter entsprechend erkundet hatte, war es bald auch schon Abend und die Helden und anderen Gäste auf der Burg versammelten sich beim Festessen im Thronsaal. Bereits jetzt konnten die Helden verschiedene Teilnehmer der später folgenden Versammlungen kennen lernen, zu denen auch Amariel und Irion unterwegs gewesen waren. Zudem fanden sich noch dutzende hohe Herrschaften und Hofdamen ein, die nur dem Festessen und der Jagd am nächsten Tage beiwohnen wollten, nicht aber zum Consilium gehörten

Es wurde getanzt, gelacht, gegessen, gesungen und sich unterhalten… Jeder wie er konnte.

Der nächste Tag verlief gemütlich, es wurde gegessen und sich ausgetauscht. Marta von Donnerbach, Kelo Rabelnlieb und Kragax, Abgesandter der Lowanger Schwarzmagier trafen ein und Abends sollte eine Jagd stattfinden.

Amariel jedoch, der die Tiere des Waldes am Herzen lagen, schlich sich mit Torkin zusammen vorher in den Wald um die Tiere zu warnen. So rief sie einen Vertreter jeder Art zu sich, und trug ihm auf, die anderen zu Warnen, auf dass die Jagd erfolglos sei.
Zuvor hatte sie einen Traum gehabt, in dem ihr ein weißer Hirsch erschienen war. Doch so sehr sie auch im Wald nach ihm suchte, Torkin befragte für sie sogar die Geister, sie konnten ihn hier nicht finden.

Als die Jagd später stattfand, und die hohen Herrschaften, Schaulustigen und Jäger sich versammelt hatten, da wohnten auch die Helden der Gesellschaft bei. Einzig Virieia blieb zurück im Schloss, um ihrerseits zu jagen sich ein bisschen aus zu ruhen.

Die Jagd war erfolglos. Kein einzig Tier zeigte sich den enttäuschten Jägern. So etwas hatte es noch nie gegeben! Entäuscht und ängstlich, Firun, der Gott der Jagd, würde sie strafen, löste sich die Gesellschaft bald auf. Der Baron und seine Angehörigen gingen früh schlafen, denn man schämte sich, keine Trophäe vorzeigen zu können. Außerdem war am nächsten Tag das so wichtige Consilium destributio Regiones, für welches man ausgeschlafen sein wollte…

Das Consilium Destributio Regiones

Amariel schaute sich flehend zu Irion um. Der vernarbte Zwerg saß mit dickköpfigem Gesichtsausdruck den beiden Gegenüber. Der Abgesandte des Fürsten von Donnerbach, Herr von Rabenlieb, hatte die Verhandlungen bereits nachmittags verlassen. Niemand außer ihm war an den Gras und Weidelandflächen interessiert gewesen, die den donnerbacher Bauern als Lebensgrundlage dienten und es stand außer Frage, dass es nicht im Sinne der Verhandlung lag, den Bauern diese zu entziehen. Die beiden bemantelten Novizen hinter dem Zwergenmagier flüsterten sich etwas zu und berieten sich mit ihrem Vorgesetzten. Marta von Donnerbach hatte das Gespräch so weit aufmerksam belauscht. " [:kragax-sohn-des-garoschim | Kragax, Sohn des Garoschim], richtig?" Der Zwerg schaute sich brummend zu ihr um. “Wieso erzählt ihr den Anwesenden nicht von der Silberader, die neulich im Grautodbuckel gefunden wurde? Ist sie nicht der Grund, dass ihr so scharf auf den alten Berg seid?” Kragax wirkte ertappt und guckte böse. “Schön”, entgegnete er, "_Ich bin bereit auf all meine anderen Ansprüche auf Gebiete zu verzichten. Glaubt ihr mir dann, dass ich den Berg auch aus emotionalen Gründen möchte?. Niemals ist der Besitz der Gebiete die ich hiermit aufgebe mehr wert, als irgendwelches Silber, dass erst noch unter großen Gefahren geborgen werden müsste."

Amariel verstand nicht, warum überhaupt darüber diskutiert wurde:
Menschen und Zwerge, ihr seid alle gleich! Kein Silber der Welt mag aufwiegen, welchen Fehler ihr begeht, wenn ihr den alten Berg weckt. Das Zerzal des Berges wird euch verzehren, noch bevor ihr ihn betreten könnt

Irion schaute zu Amariel herüber. Er glaubte ihr, was sie über den Berg erzählte und übersetzte für die Anwesenden: “Zerzal ist Isdira und steht für die Macht des Verfalls und des Todes. Es ist nicht auszudenken, welche Gefahren dort schlafen könnten. Die Elfensippen der dortigen Umgebung sind die einzigen, die sich damit auskennen._” Irion überlegte kurz und fügte dann hinzu:
“_Und wenn ihr meine fachkundige Meinung hören wollt, es wäre unverantwortlich und töricht ein solches Risiko für die Umgebung des Gebietes ein zu gehen.
"
Irion war es nicht gewohnt förmlich zu reden, doch er gab sich alle Mühe. Immerhin war es auch im Interesse seiner Akademie, dass nicht irgendwelche Zwerge die Ausläufer der Salamandersteine unsicher machten. Er und die anderen MItglieder seiner Akademie kannten die Elfen, wie kaum jemand in Aventurien. Und wenn er eins wusste, dann war es, dass man keinen Krieg mit Ihnen anfangen wollte, und dass es einen geben würde, wenn der Zwerg tatsächlich mit einer Zwergensippe oder Menschen in den Berg ziehen würde. Schon allein weil sie hierfür Elfengebiet durchqueren müssten.

Die Verhandlungen zogen sich noch den ganzen Tag. Marta von Donnerbach erstand einen kleinen Fleck im Forschungsbereich der Akademie zu Donnerbach, was Irion störte. Amariel und Kragax wurden sich bis zum Ende nicht einig. Am Ende musste der Baron entscheiden. Und er entschied sich für den Zwerg. Welche Folgen das jedoch für die Geschichte Aventuriens haben sollte, wird in einer anderen Geschichte erzählt.

Comments

“Eindrucksvoll”, wohl eher das Hässlichste was die Helden Elfe je gesehen hat

Das Consilium destributio regiones
 

Du hast Irions peinliches Tanzen vergessen

Das Consilium destributio regiones
 

“Es wurde getanzt, gelacht, gegessen, gesungen und sich unterhalten… Jeder wie er konnte.” :D Anspielung genug i guess. Schreibt auch eh gerne selber wenn was fehlt :P

Das Consilium destributio regiones
Hituzuge

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