Die Rudelchroniken

Die Schenke zum singenden Schwert, Kapitel 5

Gebrochenes Licht, Teil 2

LUX TRIUMPHAT!! LUX ETERNA!”. Mein Schrei hallte in der Gruft nach. Wir hatten dem unheiliigen Nekromanten nach erbittertem Kampf den Gar ausgemacht. “Rondra, du stolze Löwin unter den Göttern, dir zu ehren kämpfe ich gegen die Siebtsphärischen. Firun, gib mir die Kälte, um meine Feinde zu erlösen, und allen Waffen und Wunden zu wiederstehen, die sie mir zuzufügen vermögen. Praios, du gerechtester aller Götter, lass mich sehen auch in Dunkelheit, denn dein Licht währt ewig, deine Gerechtigkeit möchte ich nach Dere bringen!”, ich rezitierte die 12 Lobpreisungen forwährend, denn mein Körper war schwach geworden, doch Stolz erfüllte meine Brust, als ich durch meinen Glauben das Lichte Praios sogar an diesen götterverlassenen Ort rufen konnte, und die Skelette des Nekromanten in seiner Herrlichkeit zu Staub zerfielen.
Die Entrückung war mir mit Sicherheit an zu sehen. Eine solch hochrangige Liturige forderte die Aufgabe des eigenen Bewusstsein, und so legte ich mich bereitwillig in das Licht, dass mir Praios geboten hatte, und bereitete mich darauf vor, in die Tempel Alverans ein zu ziehen. Mit Stolz.

Doch es sollte anders kommen, und mein Werk auf Dere war scheinbar noch nicht erfüllt. Und ausgerechnet eine Elfe heilte meine Verwundungen, als ich wieder zu mir kam.
Die Halle war von Knochen übersäht und ich spührte noch das nachhallende Blut, dass zu den Verletzungen in Oberschenkel und Wade strömen wollte, doch da waren keine Wunden mehr…. Magie – fuhr es mir durch den Kopf und sofort wolle sich mein Geist dagegen wehren, dass ich noch am Leben war. Magie hatte mich gerettet. Dumpf hallte der Vorsatz der Praioskirche in meinem Kopf nach, Magie käme immer zu einem Preis daher, doch etwas anderes in mir, schalt mich einen Narren und war dankbar am Leben zu sein. Praios würde schon wissen, was er mir zumutete.
Ich richtete mich auf und bedankte mich bei der Elfe für die Heilung. Wie viel Zeit war vergangen? Ein paar Minuten? Stunden? Mehr?
Ich spürte in meinen Körper, Hunger hatte ich keinen, es konnte also nicht all zu lang her sein.
Die anderen schienen auch bei guter Gesundheit. Die Wirtstochter und die Adelige waren ohnmächtig, aber das war mir nur Recht.
Dann versuchte ich auf zu stehen – es ging ganz gut – und bewegte mich langsam zum Altar, auf dem noch immer der zerfleischte Händler lag. Ich schlug ein Boronrad über ihn und schloss seine Augen. Man sollte den Leichnahm nach oben schaffen und begraben. “Ich empfehle deine Seele den Göttern an. Du wirst bei ihnen in Alveran thronen”, murmelte ich und bat Praios, sich seiner Seele an zu nehmen.

“Wir sollten noch das restliche Gemäuer sichern.”, merkte der Magier an. Typisch Magier, aber er hatte Recht, wer wusste schon, ob es noch mehr Sklette und Ghule gab. Ein Teil der Gruppe blieb hier um auf zu passen, ein Teil, mich eingeschlossen, ging zurück in den Vorraum der Gruft und nahm den Weg nach Westen, den wir vorher passiert hatten.

Nun, wo die unmittelbare Gefahr gebannt war, erlaubte mir mein Geist, sich wieder den Umständen Jener zu widmen. Und mir fielen die Runen wieder ein, die wir gesehen hatten, als wir die Wendeltreppe in die zweite Ebene genommen hatten. Es waren Sonnenrunen gewesen. Runen in einer alten Sprache, die zur Zeit der Priesterkaiser genutzt wurden, um Praios Gerechtigkeit zu preisen. Doch was suchten sie hier unten? Ich verstand, dass dies einmal eine Einrichtung gewesen sein musste, die die Priesterkaiser genutzt hatten, vermutlich um Schwarzmagier wie den Nekromanten fest zu setzen, doch mein ungutes Gefühl wollte bei dieser Feststellung nicht weichen.

Wir fanden Kerker mit Skeletten darin, jedoch schienen die Knochen nun, mit dem Verschwinden des Nekromanten, auch ihren Frieden gefunden zu haben. Wir öffneten die Tür zu einem weiteren Raum. Das Licht war schummrig, denn nur der schwache Schein unser Facheln, ließ uns die Einrichtung erkennen.
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Hituzuge

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