Die Rudelchroniken

Virieas betrunkene Monologe - Teil 1

- bitte mit ordentlichem Lallen lesen -

Viriea in einer Schenke mit einem im Saufkoma liegendem Tischgenossen

„Ja, ja! Noch ein Bier, bitte! Wie? Ach, macht einfach eine Strichliste!
Wisst Ihr was das Tolle daran ist, kein Ziel zu haben? Man erlebt die unglaublichsten Dinge, trifft die seltsamsten Leute und sieht die Welt, wie sie wohl nur Wenige zu Gesicht bekommen.
Ich bin Thorwalerin – oder war es mal… irgendwie. Jetzt bin ich seit geraumer Zeit auf Reisen und schon weit herumgekommen in den nördlichen Landen. Zumindest dachte ich das.
Dabei sind mir ein paar merkwürdige Gestalten über den Weg gelaufen – und dabei meine ich nicht, was sich so in den Unterstädten und dunklen Gassen herumtreibt.
Eine seltsame Gruppierung von Personen hat sich um mich herum gebildet. Oder irgendwie bin ich dort hineingeraten, wie man’s nimmt. Irgendwann nahm man einfach an, man würde sich wiedersehen, wie gesagt, wirklich merkwürdige Leute…
Eine Elfe, ein Gildenmagier, ein Gjalskerländer auf Umwegen und immer mal wieder ein kampfwütiger Zwerg. Wo auf der Welt findet man eine solche Zusammenstellung? Wir – ich!- wurde als Geleitschutz für eine Baronstochter angeheuert, ist das zu fassen? Die Tochter des Barons von Donnerbach haben wir nicht nur vor Ghulen gerettet, sondern auch noch wohlbehalten nach hause bringen können. Na ja, ihr Leibwächter hat den Zwischenfall nicht so gut überstanden, damals, die Ghule… wie dem auch sei! Einen Toast auf den armen Kerl, prost!
Und ein dankbarer Baron ist ein guter Baron, oh ja, das ist er! Noch nie in meinem Leben hab’ ich in einem so luxuriösem Bett schlafen, mich so extravagant kleiden oder so verdammt gut essen können. Und dieses Bier erst! Man ist es gewohnt, draußen unter Bäumen und zwischen Pflanzen zu schlafen, wie so viele Reisende. Aber dieser Baron! Er hatte sogar den Pflanzen ein Dach über dem Kopf gebaut! Was würde ich dafür geben … Da standen Wasserpfeifen und Rauchkraut, die bequemsten Flechtstühle, die ich je gesehen habe, einfach so herum. Jeder konnte sich setzen, jeder der wollte konnte Rauchen. Hunger kam gar nicht erst auf, bei den Ausmaßen der Buffets die angerichtet wurden, quasi den ganzen Tag über. Habt ihr euch schon einmal vom Essen erholen müssen?
Bei Swafnir – Ihr hättet Torkin sehen sollen in seinem maßgeschneiderten Anzug! Zum Brüllen, dieser Muskelberg mit Rüschen und viel zu hohem Kragen! Ha… es war großartig. Auch Amariel und Irion wurden eingekleidet, ich ebenso. Von diesem ulkigen Kobold, der sich da herumtrieb. Er tauchte einfach auf, nahm Maß und schneiderte jedem Ballkleidung. Die spinnen doch alle. Aber was Kleidung so ausmacht…
Ehe man sich versieht ist man bei Versammlungen dabei, in denen über riesigen Reichtum, Land und Besitztümer entschieden wird. Politik, versteht ihr? Das ich so was mal erleben würde! Wobei, da sind auch einige seltsame Leute dabei. Dieser Geweihte mit seiner Tättowierung, irgendwann wurde er schon irgendwie unheimlich. Oh – und Martha! Uäh, dieses Mädchen konnte ihren Mund auch nie halten. Dabei schien sie nicht mal Ahnung zu haben, was sie eigentlich tut. Ausgewürfelt soll sie ihren Besitz haben! Ich wünschte ich könnte auch so leichtfertig über Ländereien entscheiden Och – dies und das hätte ihr gerne. Aber eigentlich ist es mir egal, gebt mir einfach IRGENDwas! Und dann kriegt sie was. Ich versteh’s nicht. Nun ja, darauf ein Bier! Wollt ihr auch noch? Hallo? Na, dann eben nicht. Wo war ich?
Diese reichen Leute geizen nicht bei Festen, glaubt mir. Haha … ah, entschuldigt. Wisst Ihr, was man an Magierakademien auch lehren sollte? Tanzen, oh ja! Obwohl, nein, besser doch nicht – sonst wäre mir ein urkomischer Anblick nicht vergönnt gewesen.Was für ein Fest. Was man nicht alles tut, um Wohlständige zu beeindrucken.
Oh, genau! Davor war dann auch noch eine großspurig angekündigte Fuchsjagd. Ich hab’ keine Ahnung von solcherlei Dingen, aber es schien ein anerkanntes Spektakel zu sein unter reichen Leuten. Ooooh, aber wie sie alle geschaut haben, als keiner von ihnen etwas vor die Flinte bekam. Unsere Amariel hat es nicht so gerne, wenn Tiere zum Spaß getötet werden, wisst Ihr? Und schon hieß es, böses Omen hier, großes Unglück da – diese Narren.
Es ist richtig bitter, nach so viel Wohlstand, den man selbst einmal erfahren hat, wieder hinaus in die Wildnis zu gehen und zu schauen, wohin der Wind einen trägt. Wie ein Traum, der einem unwirklicher vorkommt, je mehr Tage vergehen und je mehr Schritte getan wurden.
Aber nun, so ging die Reise weiter. Auch andere – sogar solche, die eine klare Richtung eingeschlagen haben – können ähnlich kurioses erleben, auch wenn sie sicher anderes geplant hatten. So begegnete uns – bei den Winden, ich sage tatsächlich „uns“ mittlerweile, haha! – ein Seemann, Hinnek. Sein Kompass war kaputt. Hat ihn ganz von Havena bis in diese Gegend geführt – und schon geriet er in unsere Schicksale hinein. So wie wir in seines – Verflucht, das sind aber kleine Bierkrüge hier, oder? Nich? Na was soll’s – Aber das ist eine andere Geschichte. ..“

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Im übrigen solltest du die Geweihten mit mehr Respekt behandeln

 

Wann kommt Virieas betrunkene Monologe – Teil 2? :D

Viriea

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