Die Rudelchroniken

Die Schenke zum singenden Schwert, Kapitel 4
Gebrochenes Licht

Wir waren bereits in die zweite Ebene vorgedrungen. Im Weinkeller von dem, was ich für eine einfache Schänke gehalten hatte, fanden wir einen Geheimgang. Praios bewahre – ausgerechnet unschuldiges Blut brachte uns diese Entdeckung. Die Wirtstochter, die von den unheiligen Kreaturen, geraubt worden war, hatte uns durch ihr Blut den entscheidenen Hinweis gegeben. Ich hoffte sehr, dass ihr Opfer nicht das eigene Leben war. Vorsichtig leuchtet ich nach vorne, die anderen dicht hinter mir. Wir standen an einer Weggabelung. Der Boden war hier überall mit Wasser bedeckt, dass sich über die Jahre angesammelt haben musste. Ich versuchte mich auf den Beistand meines Herrn zu besinnen, doch die Dunkelheit dieses Ortes, schien auch sein Licht verdrängt zu haben. Ich entschied mich für den rechten Pfad, wie der Herr es mich gelehrt hatte. Der Magier und der Zwerg jedoch wollten nach links gehen, und so teilten wir uns auf…

Ich erinnere mich noch genau an die Kälte, die mir den Rücken hoch kroch, kurz bevor sie da waren. Und Dann: Überall – Ghule. Wir wussten nicht mal, wie viele es waren, sie kamen aus der Dunkelheit um uns zu holen. Ich atmete tief durch, nahm mein Sonnenzepter in die rechte Hand und verlagerte mein Gewicht leicht nach vorne. “Für die Sonne, für den Herrn, für Praios!” und ich machte einen Satz nach vorne, wo ich grade einen Ghul in die Schatten hatte verschwinden sehen. Mein Sonnenzepter hinterließ einen gleißenden Schnitt, der die Dunkelheit zerteilte. “Lux triumphat!”, donnerte ich den Siegesschrei der Praioskirche. “Lux eterna!”, ein weiterer Schlag machte dem Schattenwesen den Gar aus. Aus dem Augenwinkel hatte ich weitere gesehen.. Ich probierte mir einen Überblick über das Kampfgeschehen zu verschaffen: Ich war eigentlich vorgehechtet um möglichst viele Gegner auf mich zu ziehen, doch ich hatte nur einen erwischt- Die anderen hatten mich umrundet und trieben nun die Gäste der Schänke in die Enge. Wiederliche Kreaturen. “Vergreift euch nicht an den Schwachen! Komm zu mir und fahrt zurück in die Niederhöllen!” Ich stürmte erneut auf die Kreaturen zu, diesmal von hinten..
Ich fiel und etwas bohrte mir lange, kalte Krallen in den Rücken. ich stürtze und versuchte mich abzurollen, was durch das Wasser auf dem Boden allerdings erheblich erschwert wurde. Ich versuchte mein Gleichgewicht wiederzuerlangen und herauszufinden was mich umgehauen hatte. Ein huschen an der Decke. Konnten sie etwa so gut klettern? Ich starrte angestrengt in die Dunkelheit. Da wieder!, ich nahm mein Sonnenzepter, und warf es entschlossen nach Oben. Ein zischen und der Geruch vonverbranntem Fleisch verriet mir, dass es getroffen hatte. Die Kreatur fiel von der Decke, verbrannt von meiner geweihten Waffe. Ich schaute nach den anderen. Doch diese waren erstaunlich gut selbst klar gekommen, der letze Ghul röchelte grade sein Unleben aus. Ich atmete erleichtert aus. Doch dann schon wieder Schritte. Der kurze Entspannungsmoment verflog, wie er gekommen war. Ich zog mein Sonnenzepter aus dem Haufen Fleisch und Asche. Waren es noch mehr Ghule? Nein, es war die andere Gruppe, die den linken Gang auskundschaftet hatte. Und sie waren noch vollzählig. Gut. “Irgendwas gefunden?”, rief die Elfe ihnen zu. “Irgend so ein schleimiges Etwas hat versucht meinen Stab zu essen!!” – der Magier war völlig aufgelöst. “Versteht ihr? Nur Wesen äußerster Mächtigkeit können meinen Stab essen!”. Er klang leicht weinerlich,und ich überlegte mir, welche Wesen tatsächlich das Bedürfniss verspüren würden einen Holzstab zu essen, und ob das wohl für ihre Mächtigkeit sprach… “Weiter jetzt”. Irgendetwas sagte mir, dass das hier erst der Anfang gewesen war…

Und ich sollte Recht behalten. Nachdem wir einen weiteren dunklen Gang durchquert hatten, kamen wir in einen Raum mit quadratischen Grundmaßen, im Ostteil des Raumes jedoch, war eine Wand eingebrochen und hinter der Wand befand sich eine Steinplatte, voll gekritzelt mit Runen, die nichts Gutes verheißen konnten. So sehr ich Magie verabscheute, so sehr brauchte man manchmal den Sachverstand eines Magiers, um andere Magie zu bekämpfen – in dem Fall heiligte der Zweck die Mittel.
“Heh Magier, sehr euch das hier mal genauer an. Kennt ihr diese Runen?”
Doch der Magier schien sie nicht zu kennen, was mich noch mehr beunruhigte.

Dann sah ich, dass hinter der Platte eine Wendeltreppe in den Stein gehauen war, die alswieder tiefer in den Berg führte. Von unten wehte der Hauch des Todes herauf. Und dann sah ich noch etwas: Es waren wieder Runen, doch diesmal kannte ich ihre Bedeutung nur zu gut. Es waren alte Bosparano-Runen der Praioskirche… Beim Herrn der Götter, was hatte das zu bedeuten?
Mein Herz pochte laut in meiner Brust und mir wurde heiß und kalt. Ich rezitierte das ‘Lux eterna’ um nicht das Bewusstsein zu verlieren doch die Stimmen der Toten hatten angefangen in meinen Geist einzudringen und forderten Rache. Doch wofür? War dies ein Fluch dieses Ortes? Der gleiche Fluch, der die Ghule erweckt hatte? Ich versuchte die Gedanken abzuschütteln und mich wieder zu konzentrieren. Doch ich schien trotzdem einen Moment abwensend gewirkt zu haben, denn der Nordmann mit den Tatoos blickte mich besorgt an. ich winkte ab und ging nun auf die Wendeltreppe zu. Schließlich war es meine Aufgabe voraus zu gehen.

- aus Erzählungen Antissa Daralos

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Die Schenke zum singenden Schwert, Kapitel 3
Beginn des Alptraums

Alle waren eingeschlafen. Doch der Schrei war überall hörbar. Schmerzverzerrt und dann erstickt, als hätte jemand während des Schreiens das Bewusstsein verloren.

Irion fiel fast aus dem Bett. Was bei den 12 Göttern war das? Er war noch halb verschlafen, griff nach seinem Magierstab und schob seine Schlafrobe zu Recht bevor er auf den Flur rannte. Wer hatte da geschrien? Auf dem Flur stolperte er über die anderen Gäste des letzen Abends, alle auf dem Weg in den Schankraum um den Ursprung, für den Schrei aus zu machen. Doch was auf sie wartete, übertraf ihre Alpträume noch bei weitem:

Der Schankraum war in Dunkelheit gehüllt, und doch konnte man erkennen wie sich Schemen darin hin und her schoben. “Flim Flam Funkel” Ein magisches Licht in der Hand des Magiers brachte etwas Licht in die Dunkelheit. Verzerrt und blutüberstörmt lag die Fratze von Marek Bornländer in der Mitte des Raumes. Über ihn beugte sich schemenhaft ein grausiger Schatten der ein schmatzendes Geräusch von sich gab. Die Augen der Kreatur hefteten sich auf die Neuankömmlinge, eine Blutspur führte weiter nach hinten in den Raum, und aus der Tür auf den Korridor, der zum Schlafsaal führte. Und in den Keller. “Ghule” brummte Torkin. Amariel legte einen Pfeil ein, wartete aber noch auf eine Erklärung. Iloren war leichenblass geworden, Andrasch feuerrot. “Bei Rondras Donnerfürzen! LASST SIE UNS VERNICHTEN!!”. Der erste Pfeil flog und verfehlte sein Ziel nicht – doch die Wesen zeigten sich unbeeindruckt und schienen nun ihrerseits ganz und gar uneinverstanden damit zu sein, dass man sie bei ihrem Nachtmahl störte. Der eine Ghul verblasse immer weiter, und wurde schließlich eins mit den Schatten, während die anderen sich nach vorne bewegten. Langsam, aber stetig. Dann stürmte Andrasch los und der Kampf begann


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Die Schenke zum singenden Schwert, Kapitel 2
Ein Schrei in der Nacht

Der Umriss eines Gebäudes zeichnete sich durch die endlos scheinenden Baumreihen ab. Die Dämmerung war lange hereingebrochen und es konnte nicht mehr lange dauern, bis die schweren grauen Wolken sich entladen würden.
Viriea näherte sich dem Gebäude. Überreste einer Steinmauer umzäunten das Gebiet, eine große Turmruine ragte hinter dem linken der zwei Holzbauten hervor. Das eine schien eine Scheune zu sein, die Tore waren halb geöffnet. In den Fenstern des anderen schien orange-flackerndes Licht. Die Kapuze ihres schwarzen Umhangs tief ins Gesicht gezogen huschte die Torwallerin den kleinen Bach entlang. Eine Reuse befand sich in Ufernähe, die zufällig einige Fische in sich trug. Ohne zu zögern blicke sich die fast weißhaarige um, entdeckte aber nach wie vor niemanden, und bediente sich. Anschließend zog sie es vor, in der Scheune Unterschlupf zu suchen anstatt zum Beleuchteten Gebäude zu gehen, dessen Schild es als Gasthof „Zum singenden Schwert“ auszeichnete.
Bis auf einen großen Holzkarren, der mit Tüchern abgedeckt war und diversen Werkzeugen sowie Brettern, Planken und Heu, war die Scheune relativ leer. Viriea setzte sich in den Schatten einer der beiden großen Holzpforten, ihre Beine gaben nach der langen Reise beinahe von selbst nach, und machte dort rast, den Blick nach draußen gerichtet.

Der Regen setzte ein.
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Während ich in der Scheune wartete und der Regen die Sicht zu trüben begann, sah ich zwei Gestalten, die sich dem Gasthof näherten. Eine durch einen schmal geschnittenen Umhang verhüllte schlanke Gestalt, Bogen und Köcher auf dem Rücken tragend und einen durch seine Robe unverkennbaren Magier mit seinem Stab.
Sie näherten sich der Schänke zielstrebig und verschwanden nacheinander in der Tür. Als diese kurz aufschwang ertönte leises Harfenspiel und Gesang aus dem Innern. Der Wind frischte merklich auf, der Regen wandelte sich zu einem dichten, grauen Schleier, dessen Rauschen alles andere übertönte.
Eine Weile später erkannte ich jedoch eine weitere Silhouette, die sich auf den einladenden Unterschlupf zubewegte. Bis auf einen sehr große, breitschultrigen Umriss und offenbar wilden, offenen Haaren, konnte ich nichts genaueres erkennen. Die Figur bewegte sich ruhig, nein.. kraftvoll wohl eher, auf die Schänke zu und trat ebenfalls ein.
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Torkin war ein Wolf. Kein Vierbeiner, aber doch ein Wolf. Er stammte von den Durro-Dun, den Gjalskaländer-Tierkriegern ab, doch seine Wege waren verschlungen, seine Wurzeln verloren. Er sah sich um, schnüffelte. Viele Unbekannte. Ein Winter voller Reisen lag hinter ihm, der Sommer sollte anders werden. “Hey langer, jetz mach kein Gesicht wie drei Tage Regenwetter! komm setz dich her! Nolan! Ein Bier für den Fremden!” – Ein Zwerg. Andrasch hatte ihn angesprochen. Doch seine Speisegebote verboten ihm Alkohol zu trinken – auch um niemanden in Gefahr zu bringen. Ablenken. “Herr Zwerg, Würfeln!” sagte Torkin in gebrochenem Garethi. Andrasch lachte herzhaft: “Bei Rondras Knackarsch, Ich sehe schon ihr wisst worauf es ankommt!


Ich harrte weiter in der Ecke des Scheunentors aus. Die Tropfen hämmerten gegen das Holz und der Sturm bewegte schon bald die vorher massiv wirkenden Holztore. Hin und wieder trug eine starke Böe den Regen auch ins Innere und ich zog mich weiter zurück. Schließlich beschloss ich doch noch den Gasthof zu betreten, auch wenn ich es nicht einsah für ein Dach über den Kopf zu bezahlen, wenn eines hier draußen zu finden war.. Doch das Licht sah wirklich einladend aus nach Wochenlanger Kälte. Ich hielt die Seiten meines Umhangs fest und lief fluchs zur Tür.
Als ich sie aufstieß ummantelte mich ein Schwall von Wärme und Bratenduft, gemischt mit dem unverkennbaren Schenkengemisch aus Bier, anderem Alkohol und in diesem Fall, durchnässter Kleidung.
Kaum hatte ich mir die nassen Strähnen aus dem Gesicht Gewischt, dröhnte mir die Stimme des Wirts entgegen, der einen Krug auswischte: „Seid Gegrüßt, Reisender. Die namenlosen Tage bringen nichts als Unheil und schlechtes Wetter, kommt herein und wärmt euch am Feuer!“ Etwas in mir drängte danach direkt wieder Kehrt zu machen. Zögerlich zog ich die triefende Kapuze herunter. Unentdeckt war ich ohnehin nicht mehr. Aus Gewohnheit ließ ich meinen Blick durch den Raum schweifen um abzuschätzen was für Leute und wie viele sich darin befanden. Der Wirt, der Magier mit seiner Begleitung, offensichtlich eine Elfe, die mit zwei anderen Männern an einem Tisch saßen, die im Vergleich sehr derb aussahen, eine prunkvoll gekleidete Dame, die auf ihrer Harfe spielte und sang, daneben ein wachsamer junger Mann. An einem anderen Tisch eine merkwürdig gekleidete Frau, die etwas hochmütiges, Ruhiges an sich hatte, ein großes Sonnensymbol auf ihrer Kleidung prangend. Außerdem ein Zwerg am Tresen, sowie ein kleines Mädchen, das zwischen den Tischen herumlief und Getränke brachte. Noch während mein Blick den Schankraum überflog schabte ein Hocker geräuschvoll über den Boden. Der Koloss von einem Mann, den ich vorhin hatte eintreten sehen war aufgesprungen und stürmte brummend auf mich zu: „Schwester!“, meinte ich zu verstehen, war aber schon mit einem Satz bis zur anderen Ecke des Raumes zurückgewichen. Er war karg bekleidet, nur mit einem Waffenrock, Schulterschutz, Stiefeln und einer Lederschärpe, die rotbraunen Haare in wilden Strähnen in das vernarbte Gesicht ragend, das mich furchteinflößend freudig anstarrte. Sein freier Oberkörper war stark vernarbt und tätowiert, ebenso sein Gesicht. Die zahlreichen Muskeln waren scharf umrissen. Erst jetzt fiel mir auf, dass jener Mann mich eben offensichtlich in Thorwalsch angesprochen hatte, was meine Verwirrung nicht unbedingt milderte. Er machte ein paar weniger hektische Schritte auf mich zu, ich musste meinen Blick heben um ihm weiter ins Gesicht sehen zu können. Dann griff er mich an den Schultern, schnaufte zufrieden und zog mich zu dem Tisch mit dem Magier, der Elfe und den anderen zwei Männern. Ich fiel auf einen der Höcker und blieb verdutzt sitzen. Ich wurde mit allerlei Blicken beäugt und fühlte mich irgendwie ausgeliefert. Versteinert brachte ich kein Wort heraus. „Na!“, lachte der Wirt schallend, „Ein freudiges Wiedersehen, mh? Lasst unseren neuen Gast doch erst mal etwas zur Stärkung zu sich nehmen!“ Als den anderen am Tisch offenbar ihre bestellten Gerichte und Getränke gereicht wurden, zog sich mein Magen schmerzhaft zusammen. „Etwas Brot hätte ich auch gerne..“, ließ ich den Wirt wissen, als die Blicke der anderen auf ihr Essen gerichtet war anstatt auf mich und ich meine Stimme wiedergefunden hatte.
Ich hatte Schwierigkeiten, alle Eindrücke zu verfolgen. Der Duft des ansehnlichen Bratens des stürmischen Mannes neben mir vernebelte mir etwas die Sinne. Die Elfe schien sich etwas unwohl zu fühlen und strich sich hin und wieder ihr perfekt glänzendes blau-schwarzes Haar hinter die spitzen Ohren. Ihre strahlend blauen Augen leuchteten wie Saphire und folgten dem Gespräch des einen Mannes mit dem Magier, während sie eine Tasse Tee in beiden Händen hielt. Diesem wurden gerade scheinbar Spielregeln erklärt, und der Kontrast zwischen ihm, einem jungen Mann mit wachen, braunen Augen, gepflegtem Kinnbart und dunkelblonden glatten Haaren, die ihm etwa bis zur Brust reichten, und dem unrasierten Mann mit einer Narbe über dem einen Auge und Lederwams, der beim Reden mit einem Würfelbecher herumfuchtelte, stach noch mehr hervor. Der Magier nickte nur gelegentlich und stellte hin und wieder Fragen.


E wurde gespielt und getrunken – zumindest von den meisten – und irgendwann machten sich die meisten auf ins Bett. Amariel konnte sich noch immer nur schwerlich an die menschlichen Betten gewöhnen. Zu beengt kamen sie ihr vor, zu schwer lag die Decke auf ihrem zarten Körper. Doch die Reise von Donnerbach hatte auch sie müde gemacht und so ließ sie sich hinüber führen, in Marbos Traumwelt.

Dann: Ein Schrei! …

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Die Schenke zum singenden Schwert, Kapitel 1
Einkehr

Wir schreiben die Namenlosen Tage, zwischen den Jahren 1027 und 1028 BF. Schon die Tage vor den verdammten, hatten angekündigt, dass das Wetter bald umschlagen würde, und so war es nicht verwunderlich, als am letzen Tag des alten Jahres, ein Unwetter über den Norden Aventuriens hereinbrach, welches seines Gleichen suchte.

Doch unsere Geschichte führt uns raus aus dem Sturm, in die Obhut einer Taverne, in der die unterschiedlichsten Gestalten eingekehrt sind an diesem Abend, um Zuflucht vor dem Unwetter suchen: Die Schenke zum singenden Schwert ist der Name des Schauplatzes, an dem die Rudelchroniken ihren Anfang nahmen, und niemand, nicht einmal die Götter, wussten wohl, welch weitreichende Folgen für ganz Aventurien, die Vereinigung dieser Gestalten haben sollte. Und dabei war es doch ein ganz normaler, gemütlicher Abend gewesen, bis die Nacht begann…


“Travia und Peraine waren uns gnädig in den letzten Tagen. Sogar Ihre Ehrhabenheit, die Junkerin, hat sich weniger beschwert als sonst. Diese Schenke ist zwar kein Gasthaus aus dem Horasreich, aber besser als im Unwetter draußen ist es allemal. Ich bin froh, dass wir noch Einkehr gefunden haben, bevor die gottlosen Tage anbrechen. Bei meinem Ohm, Ich ehre dich Travia, ich ehre dich. Meine Herrin, hier entlang bitte. Nehmt meine Jacke, nicht dass ihr friert! Ich hoffe die hohe Herrin hat sich nicht erkältet.”

Der Abend schritt fort und die Junkerin und Minnesängerin Iloren von Hornhagen, machte es sich vor dem Kamin gemütlich während sich ihr Diener, Gunnar von Erkenbrand in angemessenem Abstand an einen der Tische setzte und für sie Essen orderte. Die Tochter des Barons zu Besuch zu haben, war ein außerordentliches Privileg, und der Wirt der Schenke, Nolan, tat sein bestes um Ihren extravaganten Wünschen nach zu kommen. Seine kleine Tochter Halia, unterstützte ihn dabei nach Kräften. Das aufgeweckte blonde Mädchen konnte bereits in ihrem jungen alter lesen und schreib, eine große Hilfe beim führen eines Gasthofs.

Alsbald kehrten weitere Gestalten in die Schenke ein. Ein Bornländischer Händler names Marek Bornländer, ein Zwerg namens Andrasch Drachenzahn und eine Praiotin namens Antissa Daralos. Der Abend schritt fort: Gunnar, Marek und Andrasch würfelten zusammen, Die Junkerin ließ sich vom Kamin wärmen und die Praiotin guckte gelediglich grimmig zu den Glücksspielern rüber, schien aber andere Dinge im Kopf zu haben als Ihnen eine Predigt zu halten.

Als das Unwetter schlimmer wurde verirrten sich noch vier weitere Gestalten in das Gasthaus….


Amariel und Irion waren auf dem Weg zum Baron der Grautann gewesen, als die ein schreckliches Unwetter überraschte. Auch gegen die Einwände der Elfe entschied Irion zu ihrer beider Sicherheit, dass sie in eine Herberge einkehren würden. Auch wenn Amariel sich vermutlich draußen hätte durchschlagen können, so hatte Irion doch unter keinen Umständen vor, die Namenlosen Tage über draußen zu verbringen – erst Recht nicht wenn Efferd dermaßen mieß gelaunt war…oder wer sonst in den Namenlosen Tagen für Unwetter sorgte..

Virieia und Torkin hatten Ihre ganz eigenen Gründe warum sie in den Namenlosen Tagen irgendwo in der Graumark herumirrten – aber auf die soll hier nicht näher eingegangen werden.

Jedenfalls kamen diese Vier auch in die Schenke und unser Spektakel konnte beginnen…

—> Kapitel 2

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